Week 2 - Fuß fassen...

Hi Ihr Lieben,

 

Nun liegt meine erste richtige Arbeitswoche als Vollzeit-AuPair hinter mir und es könnte mir zugegebenermaßen schlechter gehen.

So gibt es zwar immer mal wieder anstrengende und nervenaufreibende Phasen und unglaublich viele neue Eindrücke, die ich noch aufzunehmen habe, was dazu führt, dass ich am Ende des Arbeitstages meistens völlig geplättet ins Bett falle, aber ich habe mich insgesamt mittlerweile ganz gut eingelebt und sogar eine Routine entwickelt.

So bereitet mir zum Beispiel das Autofahren weitaus weniger Probleme als in Deutschland und auch mein Englisch verbessert sich tagtäglich. Eine Sache, die mir aber durchaus Probleme bereitet ist das Wetter. Zwar sind die Tage sonnig und ziemlich warm, aber nachts sind die Minusgrade schnell erreicht, sodass ich, wenn ich die Mädels zur Schule bringen möchte, gelegentlich erstmal ein wenig Eiskratzen muss.

Die Wochenenden verbringe ich hier selbstverständlich nicht alleine zuhause, sondern mit den wunderbaren Leuten wie beispielsweise anderen AuPairs oder Studenten der Australian National University (ANU) die ich hier schon kennengelernt habe in den Cafés, Pubs und Clubs der Stadt. Seid also unbesorgt: Langeweile kommt hier nie auf!

See you!

6.8.13 06:18, kommentieren

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Week 1 - Das Abenteuer Australien beginnt...

Hi Ihr Lieben,

Es ist wieder soweit: Ich starte einen neuen Versuch in die große weite Welt. Mein Ziel heißt diesmal Australien und befindet sich von meiner beschaulichen Heimatstadt Rietberg aus betrachtet auf der anderen Seite des Globus. Hier werde ich zunächst ein halbes lang in einer Gastfamilie als AuPair leben, bevor ich ein weiteres halbes Jahr damit verbringen werde, den fünften Kontinent zu bereisen und zu erleben.

Genauer gesagt geht es für mich aber erstmal nach Canberra, die eher kleine aber feine Haupststadt der Nation, wo mich meine Gastfamilie schon sehnlichst erwartet. Diese wiederum besteht aus meiner Gastmutter Jane, meinem Gastvater Mark und deren drei Töchtern, Sachi, Amelie und Lucia. Mit den drei Mädels werde ich also die meiste Zeit verbringen während ich hier lebe.

Natürlich habe ich so meine Zweifel, wie beide Seiten mit dieser völlig neuen Situation fertig werden und meine Nervosität ist nach einem unendlich langen, chaotischen Flug an ihrem höchsten Punkt angelangt und während ich in Canberra am Flughafen stehe und auf mein Gepäck warte, geistern mir tausende von Fragen im Kopf umher wie beispielsweise: "Wie soll ich nur die Mädels begrüßen?" oder "Was soll ich nur machen, wenn sie mich nicht mögen?".

Aber alle meine Sorgen sind wie weggeblasen, als mir im Foyer eine Achtjährige mit einem großen Strauß bunter, selbstgeplückter Blumen entgegenstürmt und mich umarmt. Ihrem Beispiel folgt meine liebe Gastmutter kurz darauf. Auf dem Weg nach Hause werde ich mit Fragen bombardiert und als wir Sachi in der Schule abliefern muss ich natürlich mit aussteigen und werde sowohl allen Klassenkameraden als auch der Lehrerin vorgestellt, die mich aber bereits aus zahlreichen Erzählunghen zu kennen scheinen.

Zuhause angekommen werde ich auch von meinem "Hostdad" freundlich empfangen. Nach einer langen, heißen Dusche und einem dringend notwendigem Schläfchen in meinem wunderbar bequemen Bett, sowie einer Tasse Tee und einer Hausführung lerne ich die beiden jüngeren Mädchen kennen, die mich ähnlich empfangen wie zuvor ihre ältere Schwester.

In den darauffolgenden Tagen zeigen mir "Oma" und "Opa", die Eltern meiner Gastmama, die Stadt und Umgebung, und ich muss feststellen, dass ich es weitaus schlimmer hätte treffen können. Aufgrund seiner Lage und den vielen angrenzenden Parks wird Canberra oft auch als "Bush Capital" bezeichnet, was unter anderem dazu führt, dass man hier während des Frühstücks Kängurus in seinem Vorgarten beobachten kann. Außerdem sorgen die umliegenden Berge dafür, dass der Winter, den ich hier gerade erlebe, gemessen an ostwestfälischen Standards, sehr sonnig und angenehm ist. Ein weiteres Highlight sind die bunten Papageien in allen Größen und Formen, die hier leben und überall umherfliegen.

Da ich in den kommenden Monaten viel Zeit auf der Straße verbringen werde, übt "Opa" mit mir das Autofahren auf der anderen (mach einer mag sagen "falschen" Seite der Straße. Diese ungewohnte Situation führt das ein oder andere Mal dazu, dass ich auf der Fahrerseite einsteigen möchte und erstaunt nach dem Lenkrad suche oder versehentlich den Scheibenwischer statt den Blinker betätige. Solange ich mich jedoch daran erinnere, nicht rechtsherum in den Kreisverkehr zu fahren, läuft alles super.

Mein erstes Wochenende hier beginnt Freitag früh um 4:23 Uhr als Amelie, die nächste Woche ihren sechsten Geburstag feiert, in mein Zimmer kommt und sich neben mir unter die Bettdecke kuschelt, weil sie nicht mehr schlafen kann. Leider wird sich diese Prozedur auch am Sastag und Sonntag wiederholen, was dazu führt, dass ich ebenfalls früher als eigentlich geplant aufstehe und um 7 Uhr schonmal Pancakes für die Familie mache. Auch die zweieinhalbjährige Lucia hat sich mittlerweile sehr gut an "Kristina Mommy" gewöhnt und die kleinen Ausflüge, Spiele und gemütlichen Abende mit den Mädels werden immer entspannter, obwohl es natürlich hin und wieder mal etwas Zickenkrieg gibt, was für mich, als große Schwester, aber nichts neues ist.

In meiner Freizeit treffe ich mich mit anderen AuPairs aus verschiedenen Ländern der Welt in der City, wo wir ein riesieges Shoppingcenter entdecken, was mein Herz noch etwas höher schlagen lässt.

Ab morgen beginnt meine erste richtige Arbeitswoche, auf die ich mich aber schon freue, da mir hier garantiert niemals langweilig wird. Davon gibt es dann nächstes Wochenende mehr.

See you!


28.7.13 13:49, kommentieren